
Werkstattgespräch mit Lotte Klimitschek
Lotte Klimitschek kam 1955 von Salzburg nach Wien und studierte zwei Jahre lang an der Filmakademie von Walter Kolm-Veltée, dem Sohn der Filmpionierin Louise Kolm-Fleck. Eigentlich wollte Klimitschek Regie führen, bekam aber zu hören, das sei kein "Frauenberuf". Ein Praktikum in der Kopieranstalt Grinzing führte sie zur WDS-Film, nach einem Kurzfilm mit Hollywood-Rückkehrer Hugo Haas begann sie als freischaffende Editorin zu arbeiten, u.a. bei A Walk with Love and Death (1969), den John Huston in der Nähe von Wien drehte, oder Totstellen (1975) von Axel Corti, den sie bei ihrer Arbeit für die Schönbrunn-Film kennenlernte. Auch als Musikeditorin bei US-Produktionen wie A Little Night Music (1977, Harold Prince). Klimitschek ist 1978 Gründungsmitglied des Verbandes Österreichischer Filmeditor:innen und arbeitete auch bei vielen TV-Produktionen als Editorin, u.a. Land, das meine Sprache spricht (1980, Michael Kehlmann) und Wer war Edgar Allan? (1984, Michael Haneke).Gesprächspartnerin von Lotte Klimitschek ist Niki Mossböck, die als freie Editorin tätig ist und sowohl bei Spiel- als auch bei Dokumentarfilmprojekten im Kino- und Fernsehbereich arbeitet, u.a. Ewig Dein (2024, Johanna Moder), Die Dohnal (2019, Sabine Derflinger), Licht (2017, Barbara Albert), Wo ich wohne. Ein Film für Ilse Aichinger (2013, Christine Nagel), Grbavica (2006, Jasmila Žbanić), Struggle (2003, Ruth Mader).
Moderation: Julia Pühringer
Das Gespräch findet bei freiem Eintritt statt, freiwilliger Solidarbeitrag (1 Euro) zugunsten der Aktion Kulturpass