Films You Cannot See Elsewhere
Amos-Vogel-Atlas 21
Rhody Streeter & Tony Ganz
28. Mai 2025
Die kurzen, pointierten Dokumentarfilme von Rhody Streeter und Tony Ganz zählen zu den Glanzleistungen unter den satirischen Americana der 1970er. Als Amos Vogel 1974 ihre Arbeiten zeigte, charakterisierte er sie gewohnt treffend: "Kitschhotels für Frischverheiratete, wohlgenährte Jesus-Freaks, Plastik-Altersheime und die schlimmsten Vorurteile bestätigende Muzak-Manager: Diese schneidenden Selbstbezichtigungen – rein dokumentarischer Natur – zählen zu den kontroversesten politischen Filmen der heutigen USA." Der ethnografische Zugang von Streeter und Ganz – in "objektiver" Form in der frühen Tonga-Dokumentation Hoi zu sehen – produzierte im Angesicht des ganz normalen Wahnsinns von Amerika gleichermaßen komische wie verstörende Resultate: Ihre Porträts von Pensionist*innen, Schildermalern oder Telefonberater*innen sind liebevoll und realsatirisch zugleich. Dank Jake Perlins The Film Desk wurden diese Perlen im Vorjahr in New York wiederentdeckt und gewannen neue Bewunderer wie den seelenverwandten Filmemacher John Wilson. Wir freuen uns, sie über den großen Teich zu bringen. (Christoph Huber)
Der gebürtige Wiener Jude Amos Vogel (1921–2012) wurde nach der Emigration in die USA eine der wichtigsten Figuren der internationalen Filmkultur. Die Reihe Amos-Vogel-Atlas widmet sich der Weiterführung seines widerständigen Erbes parallel zur Beforschung seines Nachlasses im Filmmuseum mit Schwerpunkt auf Raritäten aus der Sammlung.
Die kurzen, pointierten Dokumentarfilme von Rhody Streeter und Tony Ganz zählen zu den Glanzleistungen unter den satirischen Americana der 1970er. Als Amos Vogel 1974 ihre Arbeiten zeigte, charakterisierte er sie gewohnt treffend: "Kitschhotels für Frischverheiratete, wohlgenährte Jesus-Freaks, Plastik-Altersheime und die schlimmsten Vorurteile bestätigende Muzak-Manager: Diese schneidenden Selbstbezichtigungen – rein dokumentarischer Natur – zählen zu den kontroversesten politischen Filmen der heutigen USA." Der ethnografische Zugang von Streeter und Ganz – in "objektiver" Form in der frühen Tonga-Dokumentation Hoi zu sehen – produzierte im Angesicht des ganz normalen Wahnsinns von Amerika gleichermaßen komische wie verstörende Resultate: Ihre Porträts von Pensionist*innen, Schildermalern oder Telefonberater*innen sind liebevoll und realsatirisch zugleich. Dank Jake Perlins The Film Desk wurden diese Perlen im Vorjahr in New York wiederentdeckt und gewannen neue Bewunderer wie den seelenverwandten Filmemacher John Wilson. Wir freuen uns, sie über den großen Teich zu bringen. (Christoph Huber)
Der gebürtige Wiener Jude Amos Vogel (1921–2012) wurde nach der Emigration in die USA eine der wichtigsten Figuren der internationalen Filmkultur. Die Reihe Amos-Vogel-Atlas widmet sich der Weiterführung seines widerständigen Erbes parallel zur Beforschung seines Nachlasses im Filmmuseum mit Schwerpunkt auf Raritäten aus der Sammlung.
Link Mitwirkende
Link Amos Vogel Library
Projekt Amos Vogel – 100 Jahre Subversion
Regelmäßiges Programm Amos-Vogel-Atlas
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Regelmäßiges Programm Amos-Vogel-Atlas